Schluss mit Nörgeleien: Ab 2017 kommt der "Beifahrer-Führerschein"

Berlin - Dass Mitfahrer mit Nörgeleien und spontanen Abbiege-Befehlen den Verkehr stören hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur jetzt erkannt und sorgt für nun Abhilfe. Künftig sollen in einem dreimonatigem Beifahrer-Kurs Verhaltensregeln und korrekte Gestikulation ausserhalb des Sichtfeldes des Fahrers geübt werden.

Gerade jüngere Mitfahrer sollen streng geprüft werden und dürften ohne Führerschein ("Begleitendes Begleit-Fahren") nicht einsteigen.
Gerade jüngere Mitfahrer sollen streng geprüft werden und dürften ohne Führerschein ("Begleitendes Begleit-Fahren") nicht einsteigen.

"Das wurde aber auch mal Zeit", schildert Hilde Baiermann, Rentnerin und Autofahrerin aus Köln. Sie selbst sei immer wieder Opfer der Attacken ihres eigenen Ehemannes Hubert geworden, was sie oft in brenzlige Situationen gebracht habe. "Jetzt darf er erstmal drei Monate lang nicht mehr auf dem Beifahrersitz fluchen und schimpfen." Ihrer Aussage zufolge habe er vor einem Jahr wegen Raserei seinen eigenen Führerschein verloren und fährt seitdem auf dem Beifahrer Sitz mit. Wie Hilde Baiermann ergeht es täglich zehntausenden deutschen Mitbürgern, die beispielsweise Kollegen oder Freunde mit dem Auto mitnehmen.

 

Auch Familien sind von diesem Problem betroffen. Laut eines Sprechers des Ministeriums seien es sogar gerade die jüngeren Mitfahrer, die häufig während längeren Autofahrten zu nörgeln anfingen. Mit dem ständigen "Sind wir schon da?" und "Ich muss mal Pipi" steige der Stresspegel, was die Unfallgefahr stark erhöhe. Künftig soll der Beifahrerkurs die Verkehrssicherheit in Deutschland verbessern.

 

Um die Fahrer von Kraftfahrzeugen auch langfristig zu stärken und das Klima auf Deutschlands Straßen zu verbessern, denkt derzeit ein eigens hierfür gegründetes Komitee über die Einführung von sogenannten "Beruhigungs-Schnäpsen" nach. Das Beifahren unter Alkoholeinfluß würde dann auch Pflichtbestandteil des Führerscheintests werden.

Satire