Fipronil-Skandal: Firma soll Hühner jahrelang eingesperrt und zum Eierlegen gezwungen haben

Der Skandal um die niederländische Firma, die Fibronil-Eier in Umlauf gebracht haben soll, geht weiter. Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die den Betrieb unter Beobachtung gestellt hat, sollen die Tiere dort seit Jahren in Käfigen eingesperrt worden sein. Wenn das stimme, so Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), sprechen man hier von "organisiertem Menschenhandel  mit Tieren".

Daran erkennen Sie ein Fipronil-Ei: Das Küken in Ihrem Ei riecht wie frisch gebadet (Reinigungsmittel).
Daran erkennen Sie ein Fipronil-Ei: Das Küken in Ihrem Ei riecht wie frisch gebadet (Reinigungsmittel).

Stutzig wurde das Team von Greenpeace, als es in den Medien hieß, Fipronil sei Teil eines Reinigungsmittels für Käfige. "Wir dachten gleich, da stimmt was nicht", sagt Greenpeace-Aktivist Thorsten Seelmann (29).

"Wir sind dorthin gefahren und fanden tausende Käfige vor und eine Maschinenanlage, die vermuten lässt, dass die Eier gar nicht freiwillig von den Hühnern abgegeben werden. Wir haben die Behörden bereits informiert."

 

Bei so einem perfiden Vorgehen, vermutet Greenpeace, dass wegen des Rückrufs-Skandals, viele der Hühner nun im Darknet angeboten werden und in anderen Betrieben weiter ausgebeutet werden.

 

Andere Geflügelhöfe stören sich an dem schwarzen Schaf aus den Niederlanden. Der deutsche Geflügelbauer Sepp Ostermeier sagt: "Die ziehen die Branche in den Dreck. Bei uns gibt es sowas nicht. Unsere Hühner haben noch nie etwas Negatives über ihre Haltung gesagt - ist aber auch schwierig ohne Schnabel, dass muss ich zugeben. Aber auf eines können sich unsere Hühner verlassen: Wir reinigen unsere Käfige garantiert nicht!"

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Bildquelle: Titelbild, Bild unten

Satire