Überfällig: Nach Umbenennung von Kasernen sind nun Soldaten dran

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat politisch unkorrekten Kasernen-Namen den Kampf angesagt. Nachdem mehrere Einrichtungen von ihren Wehrmachtsnamen befreit werden, wie zum Beispiel die Rommel-Kaserne in Augustdorf, sollen nun auch die Bundeswehrsoldaten auf ihre Namen geprüft und anschließend umbenannt werden.

Fallschirmjäger Adolf Fischer (36) heißt nun Manfred Fischer.
Fallschirmjäger Adolf Fischer (36) heißt nun Manfred Fischer.

Die Bundeswehr-Reform soll so schnell wie möglich umgesetzt werden, Kritiker glauben um von anderen Problemen abzulenken. Leidtragende dürften die Soldaten sein, deren Namen Ähnlichkeiten mit bekannten Kriegstreibern des ersten und zweiten Weltkrieges haben. Betroffen sind beinahe 8.300 Soldaten. Neue Bewerber mit solchen Namen, sollen sogar gar nicht erst angenommen werden.

 

Bundeswehr-Offizierin Sabine Göhring (31) findet die Idee nicht gut: "Im Vergleich zu Hermann Göhring schreibt sich mein Nachname mit ´h´. Dennoch wurde ich umbenannt und heiße  nun auf allen Dokumenten Sabine Özkan. Das wirke angeblich besser."

 

Auch wenn sich Widerstand zeigt, hält von der Leyen an ihrem Plan fest. Wenn es nach der Verteidigungsministerin geht sollen alle Begriffe aus der NS-Zeit verbannt werden: Jetzt schon dürfen Soldaten ihre Sturmgewehre nur noch Windgewehre nennen.

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Bildquelle:  Titelfoto: Dirk Vorderstraße - Eigenes Werk  CC BY 3.0 ; Unten: US Army Photo by Staff Sgt. Nathaniel Allen, Viper Combat Camera USAREUR - https://www.dvidshub.net/image/2684754/swift-response-16    Gemeinfrei


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