Vorsicht beim Waldspaziergang: Bären-Bisse übertragen Borreliose

Wer lange glaubte, der Biss von Bären sei ungefährlich, wird laut der neuesten Studie des Wilhelm-Ernemann-Instituts eines Besseren belehrt. So wurden bei gebissenen Patienten immer häufiger Borreliose-Erreger nachgewiesen. Das ist besonders problematisch, weil die meisten den Biss gar nicht bemerken und zu spät zum Arzt gehen.

"Bären-Zange" zum vorsichtigen Rausdrehen des Bären.
"Bären-Zange" zum vorsichtigen Rausdrehen des Bären.

Sie lauern im Gras und im Unterholz: Die wilden Bären, die so manchen Spaziergänger im Wald heimlich befallen. Beinahe lautlos beißen sie sich an ihrem Wirt fest und saugen ihn aus, bis sie auf das 12-fache ihrer Größe angeschwollen sind. Erst nach ein paar Tagen lassen sie sich wieder fallen.

 

Die Bisse sind harmlos, der Erreger aber nicht: So gelangt die Borreliose unbemerkt in die Blutbahn und kann schwere Spätfolgen mit sich bringen, von einer Hirnhautentzündung bishin zu plötzlich fehlenden Gliedmaßen.

 

Daher raten Ärzte sich zu Hause nach jedem Spaziergang auf Braun- und Kodiakbären zu untersuchen. Meist verstecken sie sich hinter den Ohren, im Haaransatz oder im Schambereich.

 

Die Ständige Impfkommission (StiKo) hat vor Kurzem einen Impfstoff entwickelt, der sich allerdings noch in der Testphase befindet. Specher Sebastian Pfeifer (51) erklärt: "Die Spritzen sind noch sehr groß. Wir sind bislang noch nicht in der Lage abgeschwächte Bären in der Lösung unterzubringen."

 

Sollten Betroffene zu Hause bemerken, dass sie einen vollgesogenen Bären mit sich herumtragen, sollten sie keinesfalls panisch reagieren und den Bären quetschen oder mit Öl und anderen Substanzen bearbeiten, sondern zum Hausarzt gehen und sich eine Überweisung zum Tierarzt geben lassen. Dieser hat gerade in dieser Jahreszeit meist schon einen Honigtopf, eine Bärenfalle und eine Pinzette bereit liegen.

Artikel teilen:

Satire


DISKUTIERE ÜBER DEN ARTIKEL: