Künftig längere Wartezeiten: Die beiden einzigen Callcenter-Mitarbeiter der Telekom bekommen ein Baby

Bonn - Schlechte Nachrichten für Telekom-Kunden. Die Wartezeiten in der Hotline werden sich von 1,5 Stunden auf mindestens 3 Stunden verlängern. Die beiden Callcenter-Mitarbeiter Yvonne Schmidt und Michael Weber erwarten ein Baby, wodurch Frau Schmidt längere Zeit ausfallen wird. Herr Weber wird somit das enorme Anruferaufkommen künftig alleine stemmen müssen.

Möchte auch während der Mutterschaft nicht aus der Übung kommen: Bessere Callcenter-Hälfte Simone Schmidt
Möchte auch während der Mutterschaft nicht aus der Übung kommen: Bessere Callcenter-Hälfte Simone Schmidt

Der Personalabteilung des Callcenters sind die Hände gebunden. "Durch das Elterngeld, haben wir kein Budget für eine neue Person frei. Und wer weiß was Herr Weber dann mit der Neuen wieder anstellt. Der kann bei der Weihnachtsfeier doch wieder nicht die Hände von seiner einzigen Kollegin lassen," moniert Simon Talbot, der seine Funktion nur neben seiner hausmeisterlichen Tätigkeit bei dem Konzern ausübt. Das Beschwerdemanagement und die IT-Lösungen für Kunden werden vermutlich in den kommenden drei Jahren leiden. "Wir wollen zwar nicht, dass die Telekom-Kunden verprellt werden, aber da wir das Leitungs-Monopol besitzen, ist es letzendlich auch wurscht. So, ich muss jetzt mit meinem Wischmop wieder los, Frau Schmidt hat wieder mit morgendlicher Übelkeit zu kämpfen."

Foto oben teilw. AnastasiaWendy