Schließung der Stadtbüchereien soll verhindert werden: Bibliothekscomputer werden mit Wikipedia ausgestattet

Bibliotheken befinden sich im Wandel der Zeit. Um den Rückgang der Leser, der seit 1999 Einzug hält, aufzuhalten, hat der Bibliotheks-Verbund nun alle Computer  mit dem Programm "Wikipedia" ausgestattet. Nutzer können nun ganz in Ruhe in den Räumen der Bibliothek Nachforschungen zu allen Themen bequem am Computer anstellen.

Mit Bücherei-Ausweis erhält man von der Bibliothek auch die mobile Version der Wikipedia
Mit Bücherei-Ausweis erhält man von der Bibliothek auch die mobile Version der Wikipedia

Bei vielen Bibliotheken ging die Anzahl der Entleihungen um bis zu 98 Prozent zurück. Das Hauptproblem ist das Internet, das viel Wissen für zu Hause bereitstelle. Hannelore Widmann (61) von der Stadtbücherei Gießen sagt: "Manche haben ihre Bücher nicht mal mehr zurück gebracht, weil sie dachten wir schließen ohnehin bald." Aber weit gefehlt, viele Büchereien haben sich mit Lesewettbewerben und Paintball-Turnieren über Wasser gehalten.

Mit der Neuerung einer Online-Datenbank zu allen Wissensbereichen sollen die ehemaligen Leser wieder zurück in die Büchereien finden. Hier muss man nicht mehr nach Büchern im Regal suchen, sondern kann per moderner QUERTZ-Tastatur mit angeschlossener Funk-Maus, die Themen per Internet raussuchen. Ein Vorteil ist zudem, der indirekte Körperkontakt über die Tastatur, den man zum vorausgegangenen Benutzer hat. Die klebrige Tastatur und der hintergründige Geruch alter Bücher sollen sich für den Leser zu einem einmaligen Ergebnis verweben. Abschließend kann man die Seiten gegen eine geringe Gebühr von jeweils 2 Euro ausdrucken und mit nach Hause nehmen. Nur Nachts ist die Bibliothek geschlossen. Schüler und Studenten müssen sich dann bis zum nächsten Tag gedulden.

Satire; Titelfoto Elefant: Ikiwaner (https://de.wikipedia.org/wiki/Elefanten#/media/File:Serengeti_Elefantenherde1.jpg) GFDL 1.2 (http://www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html)