Sammelklage erfolgreich: Gefängniswärter wegen Freiheitsberaubung verurteilt

Karlsruhe - Etwa 64.000 Insassen klagten gemeinsam in einer Generalklage gegen Justizvollzugsbeamte wegen Freiheitsberaubung (§ 239 StGB). Nach einem 52 Jahre andauernden Rechtsstreit gewannen die Gefangenen nun in letzter Instanz vor dem Bundesgerichtshof.

Gerechtes Urteil: Ehemalige Gefangene auf freiem Fuß und Vollzugsbeamte hinter Gittern
Gerechtes Urteil: Ehemalige Gefangene auf freiem Fuß und Vollzugsbeamte hinter Gittern

Richter Frank Wiedemann (48) bekräftigt das Urteil: "Dies ist eine rote Karte für die Justizvollzugsanstalten, die den Bewohnern der JVA es unmöglich gemacht haben sich frei zu bewegen und diesen ungünstigen Umstand auch noch durch mangelhafte Bereitstellung von Nahrungsmitteln unterstrichen hat."

Die circa 3.900 Gefängniswärter werden nach dem Schuldspruch in alle 225 Gefängnisse in Deutschland verteilt untergebracht. Dort sitzen sie wegen Freiheitsberaubung und teilweise unterlassene Hilfeleistung jeweils 16 Jahre ein. Damit soll es Nachahmern und Trittbrettfahrern schwer gemacht werden. Wer allerdings die Wärter bewachen soll, wissen die Richter zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Einige ehemalige Insassen haben sich freiwillig gemeldet.

Satire; Titelfoto: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_B_145_Bild-F080597-0004,_Bundesverfassungsgericht,_Verhandlung_II._Senat.jpg

Foto unten: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a1/Gef%C3%A4ngnis_Waldkirch.jpg