Tank-Skandal: Schokoladen-Rückstände in Mineralöl gefunden

Benzin ist ein beliebter Kraftstoff in Deutschland und praktisch überall zu bekommen. Nach Angabe von SpritWatch sind jedoch nicht alle Tankstellenbetreiber zu empfehlen. Die Verbraucher-Organisation hat 20 Betriebe getestet und fand bei drei Tankstellen Spuren von Schokolade im Benzin.

Schädlich für Autos: Vollmilch-Schokolade hat lediglich 2 Octan (Zartbitter 2,9)
Schädlich für Autos: Vollmilch-Schokolade hat lediglich 2 Octan (Zartbitter 2,9)

Betroffen sind "Gut und Billig" (Potsdam), "TankeSchön" (Regensburg) und "Tanken24 - Benzin&Bier" (München). Alle drei Tankstellen verkaufen Treibstoff in dem die kritische Schokoladensubstanz 5CH0k02 enthalten ist. Sie gilt als bedenklich für Autos, besonders Fahrzeuge unter 12 Jahren können in ihrer Entwicklung dadurch gestört werden. Die Schokoladensubstanz setzt sich in kleinen Mengen im Getriebe und an den Lenksäulen ab.

 

In den vergangenen Jahren hat die Verbraucherorganisation SpritWatch auch schon Rückstände in Kerosin von Flugzeugen gefunden.

Wieviel Schokolade sich genau im Umlauf befindet ist nicht genau bekannt, eine Dunkelziffer wird aber auf etwa 350.000 Liter helle und 290.000 Liter dunkle Schokolade beziffert.

 

Nach dem Test sahen es die Betreiber nicht ein, die Zapfsäulen aus dem Verkehr zu ziehen, man pocht hier auf den gesunden Menschenverstand des Verbrauchers. Jürgen Wieland (46) vom Verband Deutscher Tankstellen erklärt: "Schokoladen-Rückstände können selbst bei Bio-Diesel nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Säuberung wäre so aufwändig, dass die Kosten auf den Verbraucher abgewälzt werden müssten. Wenn Sie an der Kasse eine Tafel Schokolade kaufen, beschweren Sie sich ja auch nicht, dass da Mineralöl drin ist, oder?"

Satire