Tank-Skandal: Schokoladen-Rückstände in Mineralöl gefunden

Benzin ist ein beliebter Kraftstoff in Deutschland und praktisch überall zu bekommen. Nach Angabe von SpritWatch sind jedoch nicht alle Tankstellenbetreiber zu empfehlen. Die Verbraucher-Organisation hat 20 Betriebe getestet und fand bei drei Tankstellen Spuren von Schokolade im Benzin.

Negativ: Zähflüssige Schokolade hat nur zwei Octan.
Negativ: Zähflüssige Schokolade hat nur zwei Octan.

Betroffen sind "Gut und Billig" (Potsdam), "TankeSchön" (Regensburg) und "Tanken24 - Benzin&Bier" (München). Alle drei Tankstellen verkaufen Treibstoff in dem die kritische Schokoladensubstanz 5CH0k02 enthalten ist. Sie gilt als bedenklich für Autos, besonders Fahrzeuge unter 12 Jahren können in ihrer Entwicklung dadurch gestört werden. Die Schokoladensubstanz setzt sich in kleinen Mengen im Getriebe und an den Lenksäulen ab.

Nach dem Test sahen es die Betreiber nicht ein, die Zapfsäulen aus dem Verkehr zu ziehen, man pocht hier auf den gesunden Menschenverstand des Verbrauchers mit den Worten "Es ist Weihnachtszeit. Wer keine Schokolade im Benzin will, soll es einfach lassen. Der Weihnachtsmann tankt immer bei uns. Hohoho."

In den vergangenen Jahren hat die Verbraucherorganisation SpritWatch auch schon Rückstände in Kerosin und in Elektroautos gefunden. Wieviel Schokolade sich im Umlauf befindet ist nicht genau bekannt, eine Dunkelziffer besagt etwa 350.000 Liter helle und 290.000 Liter Zartbitter-Schokolade.

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