Gemeine Facebook-Kids: Bereits 7.000 Cyber-Soldaten wegen psychischer Belastung arbeitsunfähig

Eigentlich war es ihre Aufgabe die sozialen Netzwerke nach gefährlichen Gruppen zu durchforsten. Cyber-Soldaten werden im Kampf gegen den digitalen Terror immer mehr gebraucht. Jedoch reicht jeder Zweite inzwischen wegen Depressionen und Unwohlsein seine Entlassungspapiere ein. Dem Druck dazuzugehören und dem Mobbing in den Kommentarleisten halten nur die Wenigsten stand.

Cyberbullying: Profis am Werk.
Cyberbullying: Profis am Werk.

Innenminister de Maizière wollte im Schulterschluss mit Verteidigungsministerin von der Leyen (beide CDU) die Cyberkriminalität eindämmen und haben dafür knapp 7.000 Polizei- und Streitkräfte auf IT-Streifzüge durch das Internet geschickt. Das Auffinden von auffälligen Personengruppen steht dabei im Vordergrund. Hackerangriffe, Erpresserprogramme und Hasskommentare von rechtsgesinnten Gruppen, sind wichtige Bausteine im Mediakrieg.

 

Jedoch treffen die Beamten immer wieder auf unbekannten Gegenwind aus der jüngeren Generation. So entstehen Diskussionen, wie zum Beispiel: "Du siehst aus als hättest Du in die Hose gemacht! JEDER HASST DICH!!!!". Derlei spontane Anfeindungen ist die Cyberpolizei nicht gewachsen, gibt es für die Angriffe doch gar keinen Grund. Polizeisprecher Jürgen Walde (55) "Wir kennen die Nutzer gar nicht und haben es auch nicht auf sie abgesehen. Warum man im Internet plötzlich attackiert wird, ist uns ein Rätsel. Diese Form des Mobbings geht unseren Leuten manchmal an die Nieren, besonders wenn man dem Ganzen länger ausgesetzt ist. Da nützt uns die beste Polizeiausrüstung nichts."

 

Die Polizei ist machtlos, da Vergehen von Kindern unter 14 Jahren straffrei bleiben. Darum will die Politik das Arbeitszeitgesetzt für Jugendliche großzügiger gestalten um möglichst viele einstellen zu können. "Zwei Fliegen mit einer Klappe," sagt Walde.