Weniger Frauen auf Dating-Portalen: Immer mehr Männer müssen miteinander ausgehen

Tinder und Co. verlieren immer mehr weibliche Nutzer. Der männliche Überlauf, lässt sich auch nicht mehr mit Fake-Profilen stemmen um die Herren bei Laune zu halten. Verwunderlich ist jedoch, dass die Aktivitäten auf den Portalen nicht abflauen: Die verzweifelten Männer probieren es lieber mit einem gleichgeschlechtlichen Date, als gar nichts zu unternehmen.

Statistische Auswertung: Dieser Mann ist geschmeichelt, wie oft sein Profil von anderen Männern aufgerufen wird.
Statistische Auswertung: Dieser Mann ist geschmeichelt, wie oft sein Profil von anderen Männern aufgerufen wird.

"Ich steh zwar nicht auf Männer, aber ich würd gern mal mit dir Nageln gehen. Bock heut Abend auf ne Baustelle zu gehen, Spätzchen...", so lauten auch derzeit Anfragen unter den männlichen Nutzern. Eine Sprache, die laut Genderforscher Wilbur Hahnemann (45) für beide Seiten klar verständlich und normal sei. Im Grunde habe ich sich wenig am Balz-Verhalten verändert. Beide Personen können sich sogar viel besser miteinander unterhalten. "Bei einem Treffen passiert dann meist rein gar nichts", sagt Hahnemann. Das widerspricht letztendlich doch ihrer Natur. Dann würde verschämt rumgestammelt und nervös am Bier-Etikett rumgezupft, bis sich die Wege wieder trennten. "Auch hier, verläuft alles wie gewohnt, nur das eben zwei Männer beteiligt sind".  Viele Dating-Portale sind von dem unveränderten Zulauf an Männern begeistert, dass sich auch weiterhin mit den Seiten Geld verdienen lässt. Die Portal-Namen sollen sogar angepasst werden: aus Parship wird dann Bartship und aus eDarling künftig heDarling.

Titelfoto: via flickr - David Goehring https://www.flickr.com/photos/carbonnyc/2182716253 -(CC BY 2.0)