"Mittags-Disco" ist neuer Trend für Büro-Angestellte

Die Discotheken-Szene öffnet jetzt bereits zum Mittagstisch ihre Pforten. Die Zielgruppe sind Büro-Menschen, die nicht bis zum Wochenende warten wollen. Arbeitgeber erlauben den Trend, weil sie sich von der abwechslungsreichen Bewegung, gesünderes Personal erhoffen.

Nachmittags-Kater - "Hey, Frank wach auf, der Chef kommt."
Nachmittags-Kater - "Hey, Frank wach auf, der Chef kommt."

"Wer arbeiten kann, kann auch feiern", gröhlt Frank Bauer (39) und geht der Gruppe voraus, die die Disco um die Ecke ansteuert. Im "Crazy Pear" angekommen, heißt es schnell sein: Innerhalb einer Stunde muss getrunken, getanzt, gebaggert, erbrochen und der Weg zurück ins Büro gefunden werden. Die Gruppe um Frank Bauer zählt zu einer wachsenden Zahl an sogenannten Party-Officern (dt. "Feier-Büroler"). Viele Arbeitgeber stören sich an diesem Trend nicht. "Meine Mitarbeiter haben schon immer während der Arbeit gesoffen und gekokst", sagt der Chef einer Versicherungsanstalt. Die meisten Drogen, die sich auf diesen Mittags-Partys im Umlauf befinden, kämen sogar aus dem Öffentlichen Dienst. "Und zwar von Krankenhaus-Angestellten, die  an der Quelle sitzen", wie uns der Angestellte Frank Bauer lallend erklärt während er den Weg zurück ins Büro sucht.

Titelfoto: Underbelly Limited - Silent Disco @ McEwan Hall - 16 -  CC BY-SA 2.0

Foto unten: Michael Dorausch from Venice - Jim Dubel Chiropractic Uploaded by SchuminWeb - CC BY-SA 2.0