Stress und steigende Arbeitsbelastung: Immer mehr Angestellten kriegen auf Arbeit kein Auge zu

Die Bertelsmann-Stiftung hat bei einer Befragung von 4.000 Angestellten herausgefunden, dass nur noch jeder Zehnte am Arbeitsplatz einen gesunden Schlaf findet. Die Mehrheit fühlt sich von Telefonaten und E-Mails regelrecht gestört. Zudem sind Chefs inzwischen häufiger selber wach und geben das an Ihre Mitarbeiter weiter.

Schlechte Idee: Nur wenige wissen, dass Kaffeekonsum das Dösen ganz verhindern kann.
Schlechte Idee: Nur wenige wissen, dass Kaffeekonsum das Dösen ganz verhindern kann.

Auch unter der Berufsgruppe der LKW-Fahrer macht sich Unmut breit. Wilfried Hageneier (51) bemängelt: "Früher war es ganz normal am Steuer einzuschlafen. Heute reicht es gerade noch für ein Nickerchen. Das sind die Autofahrer. Die sind so gestresst, die hupen gleich, wenn man mal kurz auf deren Bahn rüberfährt. Früher war alles entspannter."

Auch im Beamtentum haben sich die neuen Kommunikationswege zu Problemen entwickelt. Hans-Peter W. (43, Finanzbeamter): "Früher hat man morgens seine Briefe geöffnet und fertig. Heute kommt alle 15 Minuten eine Mail und wehe man antwortet nicht umgehend. Ich bin nur froh, dass ich in 2 Jahren schon in Rente gehen und meinen Schlaf nachholen kann."

Neben Stress ist die heutige, moderne Bürogestaltung, ganz ohne Zwischenwände und  vorhanglose Fenster ebenso ein Hindernis. Einige Arbeitgeber wollen auf die Wünsche der Angestellten aber eingehen, denn sie wissen, nur ein ausgeschlafener Mitarbeiter arbeitet effektiv.