Keine Gewalt: Gesetzeslücke erlaubt aber das Durchkitzeln von Demonstranten

Körperliche Gewalt an Demonstrations-Teilnehmern ist verboten. Dementsprechend ratlos stand die Polizei randallierenden Bürgern gegenüber. Ein Mittel um Gegner außer Gefecht zu setzen, ist das nicht verbotene Durchkitzeln (§ 135a StGB). "Das ist eine lustige Situation, wir lachen und der Täter auch. Damit ist jedem geholfen," sagt Polizeihauptkomissar Peter Thomas mit einem gewissen Stolz gegenüber seiner Idee.

"Ich lach mich kaputt": Dieser Demonstrant kriegt sich selbst auf der Wache nicht mehr ein
"Ich lach mich kaputt": Dieser Demonstrant kriegt sich selbst auf der Wache nicht mehr ein

"Aus vielen schwierigen Situationen sind nun Freundschaften hervorgegangen," so Peter Thomas weiter. "Wir sind inzwischen mit den meisten Randalierern und anderen Schlägertruppen gut befreundet. Man erinnert sich gern gemeinsam an das erste überraschende Durchkitzeln. Das plötzlich entstehende Gelächter. Die Freudentränen. Ich muss sagen, wir haben Anfangs noch ein bisschen Lachgas als Unterstützung eingesetzt, aber dann merkten wir schnell, dass das überhaupt nicht nötig ist. Wenn wir auf den Kundgebungen auf die anderen treffen, da schmunzeln wir und die auch schon vorab, denn wir wissen ja was gleich kommt."

Zukünftig will man die Fahndungsfotos, die lachende Gesichter zeigen, auf Facebook veröffentlichen, zusammen mit dem Schriftzug "Die Polizei, dein alleralleraller bester Freund und Helfer".