BKA veröffentlicht den am wenigsten gesuchten Verbrecher Deutschlands

Hilden bei Düsseldorf - Das Bundeskriminalamt bittet meist um Mithilfe bei allen Kriminalfällen. Jedoch wünscht sich das BKA mehr Hinweise zu wichtigen Tätern. Viel zu oft werden sie mit Tipps zu weniger interessanten Fällen aufgehalten. Um die Bürger für Prioritäten in der Polizeiarbeit zu sensibilisieren, veröffentlicht sie nun die unwichtigsten Fälle.

Aus Zeitmangel bis heute noch Sperrgebiet: Der Kaugummiautomat nähe der Bäckerei in Hilden
Aus Zeitmangel bis heute noch Sperrgebiet: Der Kaugummiautomat nähe der Bäckerei in Hilden

Besonders unwichtig stuft das BKA das Verbrechen von Jochen Dörscheid aus dem Jahr 1992 ein. Der damals 12-jährige hat einen Kaugummi-Automaten in der Freiherr-Vom-Stein-Straße mit drei Kieselsteinen außer Gefecht gesetzt, indem er damit das Rädchen für die Münzen verstopft hat. Seit dem gingen über 200 Hinweise bei der Polizei ein. Es ist nur bekannt, dass er allein gehandelt haben soll, lt. einer Anwohnerin am Fenster, die gerade gelangweilt die Leute Bushaltestellte betrachten wollte.

 

Die Akten stapeln sich, während Kriminalfälle mit Todesfolge deswegen ruhen müssen. Auch die Terroranschläge der letzten Jahre hätten so verhindert werden können. Das BKA bittet auch Jochen Dörscheid sich nicht freiwillig zu stellen, da sie einfach keine Zeit dafür haben.