Nicht nur im Büro: Zigarettenpause nun auch in Schulen

Mal kurz eine Paffen gehen. Die sogenannte Raucherpause war bislang nur in Betrieben und Büros ein unausgesprochenes Geschenk des Chefs. Lehrern dürfen nun ihren abhängigen Schülern die Verschnaufpause gönnen. Die anderen Schüler finden sich aber unfair behandelt.

Wartet auf ihre Schüler: Magarete Siebert
Wartet auf ihre Schüler: Magarete Siebert

Lehrerin Magarete Siebert, am Max-Kröll-Gymnasium, hatte als erste diese liberale Idee. Schüler sollen ihre individuellen Bedürfnisse ausleben dürfen. So lässte es sich am besten auf das Berufsleben vorbereiten, sagt die ambitionierte Pädagogin. "Als das Projekt startete, beschwerten sich einige Schüler, dass sie als Nichtraucher im Nachteil seien. Ich habe sie davon überzeugen können, es den anderen zu gönnen. Es hat sich aber im Laufe der Zeit gezeigt, dass sie selbst Raucher wurden. Das war schon ein bisschen komisch, aber ich gönne Ihnen die Auslebung ihrer Persönlichkeit." Seither hat sich das Klassenzimmer in einen sehr ruhigen Raum verwandelt. "Keinerlei Kindergeschrei, man hört bei geöffnetem Fenster nur etwas Husten und Geröchel. Aber ich bin sicher, das herkömmliche Rauchen bald out wird. Das Rauchen mit E-Zigarette können die ja dann in der Klasse machen."

Foto oben Shkumbin und Herbikrall, Foto rechts VGrigas