BÖRSE: Dachs schon wieder gesunken

Muss für Spekulanten sein Leben riskieren: Dachs im Frankfurter Aquarium.
Muss für Spekulanten sein Leben riskieren: Dachs im Frankfurter Aquarium.

Diesem perfiden Spiel will die Tierschutzorganisation PETA nun ein Ende bereiten. Über Jahrzehnte werden Dachse in eine riesigen Aquarium auf dem Frankfurter Parkett gehalten um Aktienkurse vorauszusagen. Von dieser Art des Orakelns muss die Börsenaufsicht nun auch Abstand nehmen, die dieses Vorgehen lange geduldet hat.


In grauen Vorzeiten griff man noch zum Stier oder Bär, den Maskottchen der Frankfurter Börse. Am 1. Juli 1988 wurde dann der Dachs eingeführt um die Kurse der 30 größten Firmen in Deutschland zu weissagen.


Seit beginn der Einführung sind über 14 Dachse verstorben. Die Haltung ist nicht Artgerecht, wirft die Tierschutzorganisation PETA dem Frankfurter Wertpapierhandel vor, doch man schwieg sich aus. Nun gibt es eine Einigung: Man möchte sich an den USA orientieren, die seit jeher den Sportschwimmer "Dow Jones" engagiert haben (er holte 8 mal Gold bei den Olympischen Spielen). "So einen Freiwilligen haben wir zwar noch nicht gefunden, aber wer es wird, darf sich freuen, dass der Leitindex nach ihm benannt wird. Ich persönlich habe mich dafür beworben", erklärt Finanzspekulant Ruprecht Knuffeltuff.