Zu jedem Streik-Thema etwas malen müssen: Karikaturisten wollen aber auch mal streiken

Jeder braucht mal eine Pause. Während viele Berufszweige monatelang streiken, bleibt dem Karikaturisten keine Zeit, da er über dieses Geschehen täglich etwas zeichnen muss. Ob Bahn-, Post- oder Piloten-Streik, es ist kein Ende in Sicht. Nun gehen erste Karikaturisten an die Öffentlichkeit.

Geld wird nicht gefordert, sondern nur mehr Zeit. Kaum ein Verlag gönnt sich zwei Karikaturisten. Es heißt, man könne ja auch im Urlaub täglich etwas zeichnen und per E-Mail übermitteln. Das die Zunft nicht länger mitmachen.

"Ein paar Streikbrecher gibt es schon. Die zeichnen etwas über unseren Streik und verkaufen es unseren Redakteuren", so der Karikaturist der Süddeutschen Zeitung, "als Satiriker wird man nicht richtig ernst genommen."

Es gibt jetzt Pläne eine eigene Partei zu gründen um mehr Wirkungskreise zu bekommen. Die "Kari-Bu´s" (Karikaturisten-Bund) würde 2017 zur Wahl stehen. "Wir hoffen jetzt noch, dass die streikbrechenden Karikaturisten unsere Partei nicht in ihren Zeichnungen verunglimpft. Das wäre wirlich unkollegial."