Kita-Streik fördert illegale Kinderarbeit

Hunderttausende Eltern müssen in diesen Tagen ihre Kinder mit auf Arbeit nehmen, da sämtliche Betreuungseinrichtugen im Streik sind. Dies gilt nicht nur für Kitas, sondern auch bei Tagesmüttern und im Ikea Smôland. Dadurch entsteht jedoch ein kurioses Beschäftigungsverhältnis in Deutschland.


"Ich war gezwungen Tobias mit auf Arbeit zu nehmen. Ich arbeite in einer KFZ-Werkstatt und ich muss sagen, dass Tobias in den letzten 2 Wochen, seit Beginn des Streiks, schon viel über Getriebe und Vergaser gelernt hat. Tatsächlich hat er sich als Arbeitskraft etabliert und bei dem jetzigen Auftragsvolumen können wir momentan nicht auf ihn verzichten", erklärt ein betroffener Vater, "Ich hoffe wirklich, der Streik hält noch eine Weile.".

Eine Bäuerin im hessischen Weisel ist ebenfalls vom Kita-Streik angetan: "Wir leben von der Landwirtschaft und meine Kinder nehmen mir derzeit viel Arbeit ab. Wenn der Streik enden sollte, bleibt wieder alles an mir hängen. Ich müsste dann die schwierigen Aufgaben komplett übernehmen. Hannes melkt die Kühe, deren Geruch kann ich seit Jahren nicht mehr ertragen. Endlich habe ich wieder Spass an meinem Beruf. Lisa füttert die Tiere. Ich genieße die Zeit, in der ich mal auf der Wiese liegen und nichts tun kann."

Auch im IT-Bereich hat sich durch die Mitnahme der Kinder auf Arbeit viel getan: Das ausdrucken endloser Exellisten. Das stundenlange Stehen am Kopiergerät und abtippen tausender Kundendaten, das übernehmen derzeit zahlreiche Kinderhände. Selbst in Call-Centern überlegt man die leicht auswendig zu lernenden Verkaufssätze den Kleinen beizubringen. So eine Kinderstimme könne verkaufsfördernd sein.


Die Industrie ist von dieser Flut unbezahlter Praktikanten begeistert und wird den Kita-Angestellten die gewünschten Gehälter verweigern um weitere Streiks zu gewährleisten.