Post-Streik: Auch Flaschenpost wird nicht zugestellt

Viele Schiffsbrüchige leiden derzeit unter dem Streik der Post.

 

Achim G. (verschollen seit 2007) ist frustriert: "Jetzt hatte ich endlich ein primitives Verfahren entdeckt Sand einzuschmelzen und eine Flasche zu formen. Das war meine letzte Hoffnung. Und jetzt steht das Meer still, bewegt sich keinen Zentimeter mehr. Überhaupt keine Wellenbewegungen."

 

Auch auf anderen Inseln beklagt man sich: "Ich habe auf dieser Insel Kartoffeln anbauen können und erzeuge so Strom für meinen Radiowellen-Empfänger. Als ich vom Post-Streik erfuhr, wusste ich gleich, dass meine Flaschenpost, die ich letzte Woche sehnsüchtig losgeschickt hatte, wohl nicht mehr ankommt."

Eine Sprecherin des Pazifiks nimmt Stellung: "Wir wissen, dass wir damit Druck auslösen und ganz sicher einige Gestrandete vermutlich nie gefunden werden, aber bisher haben wir die Flaschenpost völlig unentgeltlich zugestellt. Das ist heutzutage einfach nicht mehr selbstverständlich. So schließen wir uns der Gewerkschaft der Deutschen Post diesmal an."

 

Wann der Streik endet ist leider noch nicht bekannt, Achim G. hat jedenfalls das Nachsehen: Da er fest mit der Flaschenpost gerechnet hatte, hat er die Brieftaube am Vortag gegessen.