Schon wieder Streik: Bewerber-Andrang bei der Deutschen Bahn

Das oft bestreikte Unternehmen DB erfährt einen regelrechten Bewerber-Boom.

 

Wann die Bahn jemals gefahren ist, daran kann sich kaum noch jemand erinnern, denn das Bahnpersonal streikt nun zum achten Mal in Folge. Was für Pendler ein Albtraum ist, macht das Unternehmen für Arbeitslose interessant.

Rosten statt rasen: Der ICE liegt auf Eis
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Ein Anwerber erzählt: "Bei Hartz 4 muss ich manchmal auf Schulungen und der Verdienst ist solala. Ich persönlich finde den Verdienst bei der Bahn interessant, ich kann die Streikenden gar nicht verstehen. Da muss man dann auf keine Schulung sondern kann wie gewohnt zu Hause bleiben. Wie man eine Bewerbung für die Bahn schreibt, habte ich bei der Arbeitsagentur nun schon gelernt. Die sind übrigens für meinen Vorschlag, dahin zu wechseln."

 

Auch viele Lehramts-Studenten wollen wechseln. Karsten studiert Sport auf Lehramt: "Ich will im Leben eine ruhige Nummer im Leben. Als Lehrer hat man während der Schulferien fast komplett frei und als Sportlehrer brauche ich bloss mit einer Trillerpfeife rumsitze . Aber das ist Akkordarbeit im Vergleich mit den Arbeitsbedingungen bei der Bahn. Ist doch logisch, dass ich mein Studium abbreche."

 

Viele drücken die Daumen, dass durch den aktuellen Streik mehr Lohn für die nächste Streikphase ausgehandelt wird, der Zeitvertreib im Einkaufszenter sei, laut den Angestellten, nämlich mit der Zeit auch ganz schön teuer.