Tätowierte Kinder sind enttäuscht

Die kleine Susi hat eine Musik-Note tätowiert. Ein Instrument mag sie aber nicht spielen.
Die kleine Susi hat eine Musik-Note tätowiert. Ein Instrument mag sie aber nicht spielen.

"Echte Tattoos lassen sich ja gar nicht tauschen!!!", hört man es derzeit auf Schulhöfen kreischen und liest von wütenden Kids in zahlreichen KiKa-Foren.


Eine ganze Generation junger Kinder ist entsetzt. Man hat ihnen etwas vorgemacht.

 

Vielen Eltern wird derzeit großes Leid geklagt. "Manuel kam weinend von der Schule und hat uns vorgeworfen getan, wir hätten ihm das Tattoo ausreden sollen. Das versteh ich jetzt echt nicht. Wir haben doch auch Tatoos." so eine überraschte Mutter.

 

Ein nachdenklicher Vater gibt zu "Ja, es stimmt schon. Wir haben früher solche Sachen getauscht, später aber die Sachen in der Ecke liegen lassen und mit was anderem gespielt. Vielleicht hätten wir da mitdenken und den Kids heute nicht alles durchgehen lassen sollen."

In der 9. Klasse hat Benny aus seiner Karotte eine formschöne Liebesrose für seine Freundin tätowiert.
In der 9. Klasse hat Benny aus seiner Karotte eine formschöne Liebesrose für seine Freundin tätowiert.

Die Schulleitung sieht sich nicht in der Verantwortung. Lehrersprecher Thorsten Wiedemann: "Viele unserer Lehrer haben noch Abzieh-Tatoos aus ihrer Kindheit gefunden und zeigen den Schülern wie man das früher gemacht hat, mitsamt einem höhnischen Lachen. Aber jeder gestaltet den Unterricht wie er will, da machen wir keine Vorgaben".


Man möchte aber im Kunst-Unterricht das Tätowieren als Basisfach etablieren - damit die Schüler lernen, das Tatoo optisch an den aktuellen Trend anzupassen. "Mit Pokemon-Tattoo will heute einfach keiner mehr rumlaufen," ergänzt er kichernd.