Das Wort "Nicker" gilt als Beleidigung

Kennt den Unterschied zwischen Höflichkeit und Unterwürfigkeit nicht: Der typische "Nicker"
Kennt den Unterschied zwischen Höflichkeit und Unterwürfigkeit nicht: Der typische "Nicker"

Das Wort war schon vielen Menschen ein Dorn im Auge. Nun sieht die Rechtsprechung in dem Ausspruch "Nicker" eine strafbare Handlung.


Der umgangssprachliche "Ja-Sager" ist ein häufiges Opfer im nachbarschaftlichen Privatleben und in deutschen Büros. Nur zu oft fällt es diesem Personenkreis schwer einen Gefallen abzulehnen und werden am Ende Ihrer Hilfsbereitschaft dennoch links liegen gelassen.


Häufig wird der freundliche Mensch missbräuchlich für Wohnungs-Umzüge verwendet. Findet er sich als einziger Helfer dort wider, tut er es mit einem lächelnden "Ach, nicht so schlimm" ab. Selbst wenn nach getaner Arbeit keine Verköstigung und auch kein fadenscheiniges Dankeschön folgt, würde der "Nicker" auch beim nächsten Mal nicht ablehnen können.

 

Dieser Zustand wird zwar inoffiziell als Krankheit eingestuft (Gegenteilige Depression), wird aber von Versicherungen noch nicht mitgetragen, wenn es zu Bandscheibenvorfällen oder Ähnlichem kommt.

Kann auch mal nach hinten losgehen. Jahrelang aufgestaute Wut beim Nicker.
Kann auch mal nach hinten losgehen. Jahrelang aufgestaute Wut beim Nicker.

Einziger Wehrmutstropfen, das abwertende Wort "Nicker" wird nun unter Strafe gestellt, auch wenn sich hier kein Kläger trauen wird jemanden anzuzeigen, da der positive Mensch mit leichtem Anflug von Naivität sich selbst zu suggerieren versteht "Das war sicher nur ein Ausrutscher".

 

Dass dieser Menschenschlag schützenswert ist, sehen die Behörden in allen Bereichen. Auch die Polizeigewalt gegenüber "Nickern" ist gering, da sie den Handlungsanweisungen sofort folgen. Nun bleibt abzuwarten, wie sich dieser erste Schritt zum Schutz der freundlichen Menschen auswirkt.

 

Übrigens, das Helfersyndrom ist zwar therapeutisch fundiert aber noch nicht wissenschaftlich weiter untersucht worden, obwohl sich vermutlich 100 Prozent der Probanten dazu bereit erklären würden.